Köche bereiten unter Aufsicht das Essen zu

Rechtliche Rahmenbedingungen und Zertifizierungen

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Um eine hohe Qualität der Schulverpflegung sicherzustellen, braucht es Regularien zur Einhaltung der gesteckten Ziele. Instrumente der Qualitätssicherung für die Schulverpflegung und die Ernährungsbildung unterscheiden sich dabei durch ihre Verbindlichkeit. Während Gesetze für alle verpflichtend sind, können Empfehlungen, Standards und Zertifizierungen dazu beitragen, Qualitätskriterien zu erfüllen und diese nach außen zu kommunizieren.

Wie in der Gemeinschaftsverpflegung generell, gelten in der Schulverpflegung gesetzliche Regelungen, die in erster Linie die Hygiene und Kennzeichnung betreffen. Sie stellen sicher, dass keine gesundheitliche Beeinträchtigung durch die ausgegebenen Speisen und Getränke erfolgt. Eine kompakte Übersicht über die wichtigsten Hygieneregeln für Küchenpersonal gibt das Merkblatt "Hygieneregeln in der Gemeinschaftsgastronomie" vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) und Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Das Merkblatt ist kostenfrei in 13 Sprachen zu erhalten.

Darüber hinaus besteht eine Fülle an rechtlichen Rahmenbedingungen auf Bundes- und Länderebene, die für die Verpflegung und Ernährungsbildung in Schulen gelten. Die aktuellen gesetzlichen Regelungen, Orientierungen und Empfehlungen dieser beiden Bereiche, sind in diesen Übersichten zusammengestellt:

 

Zertifizierung lohnt sich

Die Umsetzung der oben genannten rechtlichen Rahmenbedingungen sichert die Qualität und die gesundheitliche Unbedenklichkeit der Speisen. Darüber hinaus können Schulverantwortliche und Speisenanbieter aber auch mit freiwilligen Maßnahmen dafür sorgen, dass die Qualität dauerhaft gesichert ist. Die Basis dafür bieten Zertifizierungen.

Vorteile eine Zertifizierung:

  • macht die Qualitätskriterien transparent,
  • sorgt für eine dauerhafte interne Qualitätssicherung,
  • bietet regelmäßige Maßnahmen zur Fortbildung und Qualifizierung,
  • gibt wertvolle Impulse durch Feedbackgespräche bei den Audits und Re-Audits,
  • bietet einen Wettbewerbsvorteil,
  • gibt Schülerinnen und Schülern die Chance, sich fortlaufend an dem Verbesserungsprozess zu beteiligen,
  • ermöglicht praktische Elemente für die Ernährungsbildung in Schulen,
  • definiert klare Anforderungskriterien für eine Ausschreibung und die Kommunikation nach außen.

 

Für die Erfüllung und ständige Überprüfung der Zertifizierungskriterien sind verschiedene Personengruppen verantwortlich, die idealerweise Hand in Hand arbeiten, zum Beispiel in einem Verpflegungsausschuss. Siehe Qualitätsentwicklung in der Schule

Eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist für Schulen und Speisenanbieter möglich. Nach einem bestandenen Audit dürfen sie mit dem Zertifikat werben und das Logoschild nutzen.

Der Zertifizierung liegt der DGE-Qualitätsstandard für die Schulverpflegung zugrunde. Auch ohne angestrebte Zertifizierung bietet er eine wertvolle Unterstützung für die Qualitätssicherung. In Berlin, Hamburg und im Saarland ist der DGE-Qualitätsstandard verbindlich vorgeschrieben.

Weitere Informationen zum Ablauf der Zertifizierung bekommen Sie auf der Website des IN FORM Projektes der DGE für die Schulverpflegung: www.schuleplusessen.de.

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