Kind hält frisch geerntetes Gemüse in der Hand

Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Mecklenburg-Vorpommern

Quelle: jf-gabnor @ pixabay

Kompetenzbildung für mehr Nachhaltigkeit bei Akteurinnen und Akteuren in der Schulverpflegung

Förderzeitraum: 01.01.2021 - 31.12.2022

Hintergrund

Unsere Ernährung bewirkt von der Lebensmittelerzeugung bis hin zur Zubereitung der Mahlzeiten große Mengen an klimaschädlichen Emissionen. Dies fällt auch im Rahmen der Schulverpflegung besonders ins Gewicht. Eine Mahlzeit in der Schulverpflegung verursacht ungefähr 1,25 Kilogramm CO2. Sie belastet das Klima damit so stark wie ungefähr neun Kilometer Autofahren. Bei jährlich rund 600 Millionen Schul-Mahlzeiten sind das enorme Mengen an CO2. Das Einsparpotential beträgt nach wissenschaftlichen Untersuchungen 500 Gramm CO2 pro Mahlzeit (alle Angaben aus Scharp, M.; Engelmann, T.; Muthny, J. (2019): KEEKS-Leitfaden für die klimaschonende Schulküche. Friedberg und Berlin.) Aktivitäten zur Realisierung des CO2-Einsparpotentials in der Schulverpflegung sind jedoch noch nicht flächendeckend zu finden und sollten gefördert werden. Das aktuelle Projekt setzt an dieser Stelle an.  

Ziel

Auf der Grundlage des 2020 neu aufgelegten DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Schulen sollen den Akteur*innen der Schulverpflegung Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen für einen nachhaltigeren Verpflegungsprozess vermittelt und eine bessere Zusammenarbeit von Lebensmittelerzeugern und -vermarktern, Speisenanbietern und Schulträgern auf regionaler Ebene erreicht werden. Ein Fokus liegt auf dem Aufbau regionaler Kooperationen, die den Einkauf regional und saisonal erzeugter Lebensmittel mit einem möglichst hohen Anteil an Bioprodukten erleichtern. Darüber hinaus sollen Projektschulen gewonnen werden, an denen beispielhaft das vegetarische Speisenangebot ausgebaut wird. Die Ergebnisse werden in Handreichungen zusammengefasst.

Aufgaben

Intervention 1: Kompetenzvermittlung in einem Netzwerk „Bio und Regionales“ in der Gemeinschaftsverpflegung

  • Konzeption und Durchführung von Workshops und Exkursionen unter Einbezug der regionalen Akteure und Produzenten und mit besonderem Fokus auf Kommunen als Schulträger
  • Aufbau eines Netzwerkes „Bio und Regionales“ entlang der Lieferkette der Schulverpflegung

 

Intervention 2: Gesundheitsförderung durch klimafreundliche vegetarische Speiseplanung

  • Konzeption und Durchführung von zwei Workshops inklusive Küchenpraxis zur vegetarischen Ernährung und deren Akzeptanz
  • Gewinnen von Projektschulen und Speisenanbietern, die einen Veränderungsprozess starten. Unterstützung durch Aktionen wie z.B. Nudging, Kommunikation

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
DGE-Vernetzungsstelle Schulverpflegung Mecklenburg-Vorpommern
Am Grünen Tal 50
19063 Schwerin

Ansprechpartner:

Arndt Müller
Telefon: 0385 2003 88 07
Fax: 0385 20 23 891
E-Mail: arndt.mueller@dgevesch-mv.de

Internetseite der Vernetzungsstelle Mecklenburg Vorpommern